Webshop übersetzen reicht nicht: Was sich auf der Produktseite ändert
Ihr Shop hat schon eine englische, spanische oder französische Version, und trotzdem kommen aus dem neuen Markt keine Bestellungen. Dasselbe erlebt ein Kosmetikstudio, eine Autowerkstatt oder eine Autovermietung mit übersetzter Preisliste. Wenn Sie Ihren Webshop übersetzen, ändert sich die Sprache. Die Wörter, die Namen der Größen und die Schreibweise der Preise bleiben aber die des Marktes, auf dem der Text entstanden ist.
Wir zeigen das an unserem eigenen Test mit 4894 Suchbegriffen, die eine KI für 11 Märkte erstellt hat. Ausgewählte Beispiele, nämlich Matratzengrößen und die Wörter für Autovermietung, haben wir mit den Seiten von Händlern auf diesen Märkten verglichen, die Regeln mit der Dokumentation von Google. Wir zeigen auch Fehler, darunter die Fehler unseres eigenen Werkzeugs.
Die kurze Antwort: Die Sprache ist nur einer von fünf Prüfpunkten
Auf einem fremden Markt prüfen Sie die Produktseite auf fünf Ebenen:
- Sprache. Das erledigt die Übersetzung.
- Größen und Einheiten: ob Ihre Größe auf diesem Markt Standard ist und wie sie dort heißt (Zentimeter, Zoll, „double“).
- Die Wörter, mit denen der Markt nach demselben Produkt oder derselben Dienstleistung sucht.
- Die Schreibweise von Preisen, Datumsangaben und Zahlen.
- Die Bildfelder: Dateiname, Alternativtext (Alt-Text) und Beschreibung.

Ein Beispiel: eine Matratze mit 140 × 200 cm. In Spanien zeigen IKEA und Emma in ihren Matratzenkategorien die Größen 135 × 190 und 150 × 190 cm. Ihre Größe ist dort also kein Standard, und die Beschreibung muss das klar zeigen. In Großbritannien geben IKEA und Emma die Größen mit Namen an („Double“, „King“), und Europcar UK hat im Seitentitel „Car Hire“, Avis in den USA dagegen „Car Rentals“.
Manchmal genügt aber schon die Übersetzung allein. Bei IKEA und Emma in Deutschland sind Matratzen für Erwachsene mindestens 200 cm lang. Die Beschreibung der Größe 140 × 200 cm muss man hier also nur übersetzen.
Meiden Käufer wirklich Shops in einer fremden Sprache?
In einer Umfrage von CSA Research aus dem Jahr 2020 (8709 Verbraucher in 29 Ländern) bevorzugten 76 % der Online-Käufer Produktinformationen in ihrer eigenen Sprache, und 40 % gaben an, nie auf Websites in anderen Sprachen zu kaufen. In Deutschland kauften 57 % der Befragten nur auf deutschsprachigen Seiten. Eine Einschränkung: CSA arbeitet für die Übersetzungsbranche, und die Daten sind einige Jahre alt.
Die harten Zahlen von Eurostat zeigen, dass die meisten Menschen im eigenen Land einkaufen. 2023 kauften 83,0 % der Online-Käufer in der EU etwas bei einem Händler aus ihrem eigenen Land. In der Türkei waren es 97,6 %, in Luxemburg nur 29,7 %. Manche Käufer stoßen dabei auf einen Händler, der nicht zu ihnen liefert: 2025 meldeten 5,4 % der Online-Käufer in der EU das Problem „ausländischer Händler verkaufte nicht in mein Land“, auf Malta aber 35,7 % und in Luxemburg, Irland und Österreich über 25 %. Einen Grund nennt Eurostat nicht.
Auch die Sprachkenntnisse sind von Markt zu Markt verschieden. Keine Fremdsprache können 46,0 % der Erwachsenen in der Türkei, 43,7 % in Spanien und 12,3 % in Deutschland (Eurostat, 2022, Personen im Alter von 25–64 Jahren). Je weniger Menschen auf einem Markt Fremdsprachen können, desto mehr bringt eine Version in der Sprache dieses Marktes. Das ist ein guter Hinweis darauf, mit welcher Version Sie anfangen sollten.
Auch für Händler ist die Sprache nicht das größte Hindernis. 2025 verkauften 20,7 % der Unternehmen in der EU mit mindestens 10 Beschäftigten über das Internet, und 43,1 % von ihnen verkauften in andere EU-Länder. Nach Schwierigkeiten hat Eurostat solche Unternehmen für die gesamte EU zuletzt 2021 gefragt: Liefer- und Rücksendekosten nannten 28,2 %, die Mehrwertsteuer 16,7 % und fehlende Sprachkenntnisse 10,0 %. Das Problem der Versandkosten löst eine Übersetzung nicht.
Unser Test: 447 Quell-Suchbegriffe, 5 Branchen, 11 Sprachen
Die Suchbegriffe stammen aus dem Generator für die Suchbegriff-Basis im ConverterSEO-Konto, aus Durchläufen vom 16. und 29. August 2026. Wir haben fünf Branchen gewählt: Kosmetikstudio, Autowerkstatt, Matratzenshop, Lampenshop und Autovermietung. Die Firmenbeschreibungen nannten weder Stadt noch Land.
Die Quelle waren fünf Listen, eine pro Branche: zusammen 447 Suchbegriffe in 43 Kategorien, mit demselben Werkzeug auf Polnisch erzeugt, weil das die Sprache unseres Teams ist. Der Generator übertrug sie auf 11 Märkte: britisches Englisch, Deutsch, Spanisch (Spanien), Italienisch, Französisch, Portugiesisch (Portugal), Tschechisch, Slowakisch, Litauisch, Lettisch und Estnisch. So entstanden 4894 Ziel-Suchbegriffe.
- Kein Ziel-Suchbegriff ist eine Kopie seines Quell-Suchbegriffs. Das beweist nur, dass nichts unübersetzt geblieben ist. Es beweist nicht, dass die Suchbegriffe von Grund auf neu geschrieben wurden.
- Die Listen wurden Position für Position angepasst. Das verlangt die Anweisung an den Generator: dieselben Kategorien in derselben Reihenfolge und eine ähnliche Zahl von Suchbegriffen. In 41 von 55 Zieldateien hat jede Kategorie genauso viele Suchbegriffe wie die Quelle.
- Wie viel sich ändert, hängt von der Sprache ab. Die Matratzengröße änderte sich in 24 von 24 Positionen auf Englisch, in 22 von 24 auf Spanisch, in 15 von 17 vergleichbaren Positionen auf Italienisch (in einer Kategorie fügte das Modell einen Suchbegriff hinzu, deshalb lässt sich diese Kategorie nicht vergleichen), in 12 von 24 auf Französisch und in 11 von 24 auf Portugiesisch. Auf Deutsch, Tschechisch, Slowakisch und in den baltischen Sprachen in keiner.
Die Grenzen der Methode: Das ist ein Ergebnis des Modells, kein Suchvolumen. Am 29. August haben wir je 150 Suchbegriffe aus der polnischen Quelle und aus fünf Zielsprachen in den Suchvorschlägen der Suchmaschine geprüft. Der Anteil der Suchbegriffe mit Vorschlag reichte von 74 % bei den polnischen bis 16 % bei den lettischen. Grob gilt: Je kleiner der Markt, desto kleiner der Anteil (Ausnahme: Estnisch mit 21 % gegenüber Lettisch mit 16 %). Er sagt also vor allem etwas über die Beliebtheit eines Suchbegriffs aus, nicht über seine Richtigkeit. Die Abfragen kamen von einer polnischen IP-Adresse, deshalb wirkte die Ländereinstellung kaum. Die Shopseiten haben wir am 13. September 2026 geprüft.
Und das Wichtigste: Es ist unser eigenes Werkzeug. Die Fehler, die wir weiter unten zeigen, sind also seine Fehler.
Dieselbe Matratze, andere Maße: Die Größe ist eine Tatsache, kein Wort
Die Anweisung, mit der der Generator eine Basis auf einen anderen Markt überträgt, verlangt, nicht zu übersetzen, sondern das zu schreiben, wonach im Zielland gesucht wird. Über Größen sagt sie nichts, und in einigen Sprachen hat das Modell sie geändert. So sieht eine Position aus der Liste in der Basis jedes Marktes aus:

| Markt | Suchbegriff in der Basis | Was Shops auf diesem Markt zeigen | Fazit |
|---|---|---|---|
| Quelle (polnische Liste) | materac lateksowy 140×200 (Latexmatratze 140×200) | – | Ausgangspunkt |
| Großbritannien | latex mattress double | IKEA UK: Standard Double 135 × 190. Emma UK: Double 135 × 190, dazu 140 × 200 als „EU Double“ | der Name ändert sich, aber „double“ ist nicht 140 × 200 |
| Spanien | colchón de látex 135×190 | IKEA und Emma: 135 × 190, 150 × 190, 90 × 190 | Größe des Marktes bestätigt, aber ein anderes Produkt als 140 × 200 |
| Frankreich | matelas latex 140×190 | Emma FR: 140 × 190 unter den häufigsten. Ratgeber von IKEA FR: 140 × 190 neben 140 × 200 | bestätigt |
| Portugal | colchão de látex 140×190 | IKEA PT: 140 × 190 | bestätigt |
| Italien | materasso in lattice 140×190 | IKEA IT und Emma IT: 160 × 190 und 90 × 190, kein 140 × 190 | nicht bestätigt, zu prüfen |
| Deutschland | latexmatratze 140×200 | IKEA DE und Emma DE: für Erwachsene mindestens 200 cm lang | die Übersetzung hat genügt |
| Tschechien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland | unverändert, z. B. latexová matrace 140×200 | nicht geprüft | unbekannt |
| USA (nicht in unserer Basis) | – | IKEA US: Twin, Full, Queen (60 × 80 Zoll), King | eigenes Namenssystem, in Zoll |
Aus der Tabelle folgt die wichtigste Regel. Eine Matratze mit 140 × 200 cm wird durch eine Übersetzung nicht zu einer Matratze mit 135 × 190 cm. Die Größe in der Suchbegriff-Basis ist ein Hinweis darauf, wonach der Markt suchen könnte, und dieser Hinweis muss geprüft werden, wie die italienische Zeile zeigt. Auf der Produktseite nennen Sie die Größe, die Sie wirklich verkaufen. Eine lokale Größe ins Sortiment aufzunehmen ist eine kaufmännische Entscheidung, keine sprachliche.
Britische Größennamen prüfen Sie immer zusammen mit dem Maß. Unser Modell machte meist 140 × 200 → double und 160 × 200 → king size, in der Kategorie Taschenfederkernmatratzen aber genau umgekehrt. Und ein Double hat bei IKEA UK und Emma UK 135 × 190 cm.
Bei Kleidung und Schuhen veröffentlichen Sie besser keine universelle Umrechnungstabelle. Zalando unterscheidet fünf Größensysteme (EU, FR, IT, UK, US) und schreibt, dass Marken sie unterschiedlich umrechnen. Google Merchant Center hat für das Größensystem ein eigenes Attribut, size_system.
„Hire“ oder „rental“: dieselbe Sache, auf jedem Markt ein anderes Wort
Die britische Datei aus unserer Basis ist durchgehend britisch: „tyres“, „orthopaedic“, „petrol“. Keine einzige der amerikanischen Formen, nach denen wir gesucht haben (tires, labor, gas, apartment), kommt vor, und manchmal steht sogar ausdrücklich „cheap foam mattress uk“ darin. Bei der Autovermietung steht „hire“ in 75 Suchbegriffen und „rental“ in 3. Wir zählen Suchbegriffe, nicht jedes Vorkommen des Wortes.
Das ist keine Laune des Modells. Oxford Learner’s Dictionaries markiert das kurzfristige „hire“ als ausschließlich britisch, ergänzt, dass man in Nordamerika „rent“ sagt, und merkt an, dass „rent“ inzwischen auch im britischen Englisch vorkommt. Im Spanischen ändert sich das Wort sogar von Land zu Land:
| Begriff | Markt | In unserer Basis (Zahl der Suchbegriffe) | Bestätigung außerhalb des Modells |
|---|---|---|---|
| Auto mieten | Großbritannien | hire 75, rental 3 | Oxford: kurzfristiges „hire“ nur britisch. Seitentitel: Europcar UK „Car Hire“, Avis US „Car Rentals“ |
| Auto mieten | Spanien | alquiler 70, coche 70, renta 0, carro 0 | Hertz ES und Europcar ES: „Alquiler de coches“ |
| Auto mieten | Mexiko; Argentinien und Kolumbien | nicht in der Basis | Hertz MX und Avis MX: „Renta de autos“. Hertz AR, Avis AR und Budget CO: „Alquiler de Autos“ |
| „manicure hybrydowy“ (poln., wörtlich „Hybrid-Maniküre“) | Großbritannien, Deutschland, Tschechien und 4 weitere; Frankreich, Spanien, Italien | ein Wort für „Gel“ (8–11 Suchbegriffe); für „semipermanent“ (7–12 Suchbegriffe) | nicht bestätigt |
| „lampa w stylu loft“ (poln., Lampe im Loft-Stil) | Großbritannien, Deutschland, Spanien, Italien, Portugal, Tschechien | „industrial“ 4, „loft“ 0 | nicht bestätigt |
| Frage nach dem Reparaturpreis | Großbritannien | cost 28, price 4 | nicht bestätigt |
Eine für Spanien geschriebene Produktseite kann also andere Wörter verwenden als die Autovermietungen in Mexiko. Die Änderungen aus dem unteren Teil der Tabelle prüfen Sie bei lokalen Wettbewerbern, bevor Sie sie übernehmen.
Eine Falle für SEO-Spezialisten: Nicht einmal das Wort „Lokalisierung“ lässt sich als Suchbegriff übertragen. In den Suchvorschlägen führt das deutsche „Lokalisierung“ zur Geografie, das spanische „localización“ zur Ortung des Handys, das ukrainische „локалізація“ unter anderem zu öffentlichen Ausschreibungen und die türkische Entlehnung „lokalizasyon“ zur Medizin. Deshalb bekommt jede Sprachversion dieses Artikels einen eigenen Suchbegriff aus den lokalen Suchvorschlägen und keine Übersetzung des polnischen.
Preise, Datumsangaben und Zahlen: derselbe Betrag in acht Ländern
Käufer lesen das Trennzeichen, nicht nur die Ziffern. Derselbe Betrag als Preis, geschrieben nach den Daten von Unicode CLDR 48.2.0:

- USA: $12,345.67
- Großbritannien: £12,345.67
- Deutschland: 12.345,67 €
- Frankreich: 12 345,67 € (mit schmalem geschütztem Leerzeichen)
- Spanien: 12.345,67 €, aber 1234,50 €
- Türkei: ₺12.345,67
- Ukraine: 12 345,67 ₴
- Polen: 12 345,67 zł
Bei Datumsangaben wird es gefährlicher. Der 4. März 2026 ist in der Kurzform in den USA 3/4/26 und in Großbritannien 04/03/2026. Ein Brite liest die amerikanische Schreibweise also als 3. April. In Deutschland ist es 04.03.26, in der Türkei 4.03.2026. Beim Liefertermin oder beim Ende einer Aktion kann so ein Irrtum mit einer Reklamation enden.
Ein Detail für Spezialisten: Spanisch, Italienisch und Polnisch setzen in vierstelligen Zahlen kein Tausendertrennzeichen. Formatieren Sie Preise deshalb nicht von Hand, sondern mit Formatierungsfunktionen, die Sprache und Region berücksichtigen.
Die Währung zählt auch für Google. Die Dokumentation von Google nennt die lokale Sprache und Währung unter den Signalen dafür, an wen sich eine Seite richtet. Eine britische Version mit Preisen in Pfund und eine amerikanische mit Preisen in Dollar bezeichnet sie als im Wesentlichen denselben Inhalt mit regionalen Unterschieden. Merchant Center verlangt, dass Zielseite und Kaufprozess in der Sprache der Produktdaten sind, und rät, eine vollständige Lokalisierung von Sprache, Preis und Währung zu erwägen.
In unseren Suchbegriffen steht kein einziger Betrag und kein Währungssymbol. Suchbegriffe drücken die Absicht aus („Preis“, „Kosten“), die Schreibweise des Preises gehört auf die Produktseite.
Bilder für einen fremden Markt: Dateiname, Alt-Text und Beschreibung aus lokalen Suchbegriffen
Ratgeber zur Lokalisierung von Shops übergehen Bilder fast vollständig. In denen, die wir in den Ergebnissen der Suchmaschine Brave durchgesehen haben (13. September 2026), bekommen Bilder meist höchstens einen Satz zum Alternativtext, wie im Leitfaden von Shopify. Dateiname und Bildbeschreibung lassen die Ratgeber meist weg. Die Grundlagen beschreibt unser Artikel Bilder für SEO vorbereiten: Dateiname, Titel, Alternativtext und Beschreibung. Hier geht es nur um das, was sich zwischen Märkten ändert.

Der Leitfaden von Google zu Bildern (aktualisiert am 2. März 2026) sagt, dass der Alternativtext das wichtigste Attribut zur Beschreibung eines Bildes ist, der Dateiname dagegen nur sehr schwache Hinweise gibt (im Original „very light clues“). Bei Tausenden Bildern rät Google, eine automatische Benennung zu erwägen und, wenn Sie Bilder lokalisieren, auch die Dateinamen zu übersetzen. Google warnt, dass das Vollstopfen des Alt-Texts mit Keywords als Spam gewertet werden kann.
John Mueller von Google riet dagegen 2020, laut einem Bericht von Search Engine Roundtable, beim selben Bild in mehreren Sprachversionen eine einzige Datei zu behalten. Beide Ratschläge lassen sich vereinbaren:
- Alt-Text und Beschreibung immer getrennt für jeden Markt, aus den Suchbegriffen dieses Marktes geschrieben und nicht aus dem Alt-Text der Quelle übersetzt. Warum, erklären wir im Abschnitt Ausländische Märkte: die Beschreibung wird neu geschrieben, nicht übersetzt.
- Dateiname in der Sprache des Marktes, wenn es ohnehin eine eigene Datei gibt: weil das Bild lokalisiert ist oder die Plattform für jede Sprache eine Kopie anlegt.
- Keine Kopien eines identischen Bildes, die nur angelegt werden, um den Dateinamen zu ändern.
In WordPress hängt das vom Sprach-Plugin ab. Polylang kopiert beim Übersetzen von Medien nicht die Datei, sondern übersetzt Titel, Alt-Text, Bildunterschrift und Beschreibung. Der spanische Alt-Text gehört dann zu einer Datei mit einem Namen in der Ausgangssprache. In diesem Blog haben wir diese Funktion ausgeschaltet, deshalb bekommt jede Sprache eine eigene Kopie des Bildes. Ohne Kopie hätte die eine Datei nur einen Alt-Text für alle Sprachen. Die Kopie bringt einen eigenen Alt-Text und eine eigene Beschreibung, der Dateiname in der Sprache der Version kommt nebenbei dazu. Mueller fügte allerdings hinzu, dass Google identische Bilder unter verschiedenen Namen als Duplikate behandelt und zu einer Adresse zusammenführt. Der übersetzte Name einer solchen Kopie bringt für sich allein also womöglich nichts.
| Markt | Dateiname | Alt-Text | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|---|
| Spanien | colchon-de-latex-140×200.webp | Colchón de látex de 140 x 200 cm sobre un somier de láminas | Die Basis schlägt 135×190 vor, das Produkt misst aber 140 × 200 cm, also bleibt das echte Maß. Aus „ó“ wird im Dateinamen „o“. |
| Großbritannien | latex-mattress-eu-double-140×200.webp | Latex mattress in EU double size, 140 x 200 cm, on a slatted bed base | Ein britisches Double misst 135 × 190 cm. Emma UK nennt 140 × 200 cm „EU Double“. |
| Deutschland | latexmatratze-140×200.webp | Latexmatratze 140 x 200 cm auf einem Lattenrost | Die Größe bleibt. Die Wörter („Latexmatratze“, „Lattenrost“) nehmen Sie trotzdem aus der Basis des Marktes, nicht aus der Übersetzung des Alt-Texts. |
| Tschechien | latexova-matrace-140×200.webp | Latexová matrace 140 x 200 cm na roštu | Tschechische Suchbegriffe haben fast immer diakritische Zeichen. Google lässt sie in der Adresse mit Prozentkodierung zu, im Dateinamen schreiben wir sie aber ohne, damit die Adresse lesbar bleibt. |
| Ukraine | lateksnyi-matrats-140×200.webp | Латексний матрац 140 x 200 см на ламельній основі | Der Dateiname ist eine Transliteration aus dem Kyrillischen. Prüfen Sie, ob das „x“ im Maß ein lateinischer Buchstabe ist und nicht das kyrillische „х“, denn in der Adresse wird daraus ein Prozentcode. Die Größen auf diesem Markt haben wir nicht geprüft. |
In jeder Zeile bedeutet der Alt-Text dasselbe: Latexmatratze mit 140 × 200 cm auf einem Lattenrost. Die Bildbeschreibung darf länger sein, bleibt aber bei den Fakten, auf Spanisch zum Beispiel „Colchón de látex de 140 x 200 cm sobre un somier de láminas, en un dormitorio luminoso“, also dasselbe in einem hellen Schlafzimmer.
Manches zeigt sich erst, wenn viele Sprachen gleichzeitig im Spiel sind:
- Die Größe im Alt-Text ist die Größe auf dem Foto. Den lokalen Namen der Größe ergänzen Sie nur, wenn er stimmt.
- Diakritische Zeichen. In unserer Basis enthalten 411 von 446 tschechischen Suchbegriffen Buchstaben außerhalb des lateinischen Grundalphabets (ASCII). Im Türkischen werden „ı“, „ş“ und „ğ“ im Dateinamen zu „i“, „s“ und „g“. Google empfiehlt in Adressen Wörter in der Sprache der Zielgruppe, bei Bedarf transliteriert, mit Bindestrichen statt Unterstrichen. Details im Abschnitt Der Dateiname hat harte Regeln.
- Länge. Ein estnischer Suchbegriff hat in unserer Basis im Schnitt 2,74 Wörter, ein spanischer 4,52. Ein Grund dafür: Estnisch schreibt Komposita, ähnlich wie Deutsch, zusammen, Spanisch fügt Präpositionen ein, zum Beispiel „colchón de látex“. Schreiben Sie nicht allen Märkten dieselbe Wortzahl im Alt-Text vor.
- Fremdes Alphabet. Im litauischen Suchbegriff „natūralaus lateksо čiužinys“ ist der Buchstabe „о“ kyrillisch, sieht aber aus wie ein lateinischer. Er stört den Abgleich und wird in der Adresse der Datei zu einem Prozentcode.
- Bilder ohne Text. Google Merchant Center nimmt keine Bilder mit Werbeelementen wie „kostenloser Versand“ oder einem Preis an, und Kaufland Global Marketplace verbietet auf Bildern Text, Logos, Symbole und Flaggen. Ein solches Bild braucht keine eigene Version für jede Sprache und erfüllt diesen Punkt der Regeln von Google Merchant Center und Kaufland Global Marketplace. Die übrigen Anforderungen wie Hintergrund, Maße und Format prüfen Sie gesondert.
Was die Anpassung nicht behebt: Fehler der Quelle und neue Fehler des Modells
Die Anpassung Position für Position überträgt auch die Fehler der Quelle, und manche davon „lokalisiert“ sie zusätzlich.
- Veraltetes Jahr. Der Suchbegriff „najlepszy materac hybrydowy 2024“ (beste Hybridmatratze 2024) landete in Daten aus dem Jahr 2026 in allen 12 Dateien, zum Beispiel als „best hybrid mattress 2024“.
- Erfundene Orte. Die Firmenbeschreibungen nannten keine Stadt, die Quellliste fügte aber die Hauptstadt und ihren Flughafen hinzu. Den Flughafen ersetzten alle 11 Sprachen durch einen lokalen („car hire Heathrow“), die Hauptstadt tauschten 4 Sprachen gegen die eigene aus. Eine Firma ohne Standort am Flughafen Heathrow sollte so einen Suchbegriff nicht haben.
- Falsche Herkunft. Aus dem Quell-Suchbegriff „materace producent polski“ (Matratzen, polnischer Hersteller) wurde in jeder Sprache eine lokale Herkunft: „british made mattress“, „matratzen made in germany“, „colchones fabricados en España“. Für einen einzelnen Shop stimmt höchstens eine dieser Aussagen.
- Unbekannte Skala. Der Härtegrad H3 blieb in 8 von 11 Sprachen erhalten. Wir wissen nicht, ob Käufer in Italien, Portugal oder den baltischen Ländern ihn verwenden.
- Tippfehler. Der estnische Tippfehler „iluslong“ steht in 6 Suchbegriffen, das richtige „ilusalong“ in 2. Dazu kommen das deutsche „matratratzen“, das lettische „autoservisss“ und 28 Duplikate in den Zieldateien, obwohl die Quelle kein einziges hatte.
- Mehrdeutige Quelle. „Przegląd okresowy“ (poln., regelmäßige Durchsicht) ist entweder eine Wartung oder die vorgeschriebene technische Prüfung. Den Namen der amtlichen Prüfung bekamen nur 4 von 11 Sprachen: Deutsch („Hauptuntersuchung“), Tschechisch („STK“), Italienisch („revisione“) und Litauisch („techninė apžiūra“).
Die Anpassung kann aber auch etwas korrigieren: Den sinnlosen Quell-Suchbegriff „kwadratowy pisk hamulców naprawa“ (etwa „quadratisches Bremsenquietschen Reparatur“) ersetzte das Modell in allen 11 Sprachen durch eine gewöhnliche Suchanfrage, zum Beispiel „squeaking brakes fix“.
Auch uns ist eine Panne passiert. Das Plugin ConverterSEO hat Bildbeschreibungen für unseren Artikel „Wie groß sollten Bilder auf Webseiten sein?“ und seine 20 Übersetzungen geschrieben. Diese Beschreibungen waren werblich und stellenweise falsch. Sie versprachen eine Komprimierung „ohne Qualitätsverlust“, und beim Foto eines Bechers schrieben sie Suchbegriffe über ein kostenloses WordPress-Plugin hinein. Vor der Veröffentlichung mussten wir alle korrigieren. Google bittet in seinen Hinweisen zu Inhalten, die mit Hilfe von KI entstehen, um genaue automatisch erzeugte Metadaten und nennt dabei ausdrücklich Alternativtexte. Kaufland Global Marketplace lässt in Produktbeschreibungen keine automatisch erzeugten Übersetzungen zu.
Was Google über übersetzte Seiten sagt und was nicht
Duplikate. Laut der Dokumentation von Google sind Sprachversionen einer Seite nur dann Duplikate, wenn der Hauptinhalt nicht übersetzt wurde.
Sprache der Seite. Google erkennt sie am sichtbaren Inhalt, nicht am lang-Attribut und nicht an der URL. Eine Seite, eine Sprache. Nur Menü und Footer zu übersetzen kann Nutzer stören, wenn derselbe Inhalt mehrmals in den Ergebnissen erscheint, mit Navigation in verschiedenen Sprachen, typischerweise bei nutzergenerierten Inhalten.
Adressen und Tags. Das technische Minimum, das Sie an die Person weitergeben sollten, die Ihre Website betreut:
- Eine eigene URL für jede Sprachversion statt Cookies oder Browsereinstellungen.
- Keine automatischen Weiterleitungen nach IP-Adresse oder vermuteter Sprache. Der Googlebot ruft Seiten meist aus den USA und ohne Accept-Language-Header ab.
- Die hreflang-Tags müssen aufeinander verweisen, sonst ignoriert Google sie. Es funktionieren nur ISO-Codes: es-419 wird nicht unterstützt, und „UK“ hat keine Wirkung. Für Großbritannien lautet der richtige Regionscode nach ISO 3166-1 GB.
Maschinelle Übersetzung. Die aktuellen Spamrichtlinien von Google (aktualisiert am 28. August 2026) erwähnen Übersetzung nur in einem Beispiel für die automatische Umwandlung gescrapter Inhalte, die Nutzern wenig bringt. In der Fassung von Anfang 2024 nannten sie noch automatisch übersetzten Text ohne Prüfung durch einen Menschen. Den Rat, solche Seiten in der robots.txt zu blockieren, hat Google am 11. Juni 2025 entfernt und dazu angemerkt, dass sich nur die Dokumentation ändert, nicht das Verhalten der Suchmaschine.
Die Richtlinien für Personen, die die Qualität der Suchergebnisse bewerten (September 2025), sehen fehlenden Aufwand darin, automatisch Tausende Seiten aus frei verfügbaren Inhalten zu erzeugen, die unbeaufsichtigt durch eine Übersetzungssoftware geschickt wurden. Das beschreibt eine Content-Farm, keinen Shop, der seinen eigenen Katalog übersetzt, und die Bewertungen dieser Personen wirken sich nicht direkt auf das Ranking aus. Es gibt also keine Grundlage für die Behauptung, Google bestrafe maschinelle Übersetzung. Entscheidend sind Mehrwert und Prüfung.
Synonyme. Der Leitfaden von Google zur Suche mit KI (Juli 2026) sagt, dass KI-Systeme Synonyme verstehen und dass eigene Inhalte für jede Variante einer Suchanfrage, die vor allem zur Manipulation des Rankings erstellt werden, gegen die Spamrichtlinien verstoßen. Auf einem Markt genügt also eine Produktseite mit dem Wort, das dieser Markt verwendet, statt getrennter Seiten für „car hire“ und „car rental“. Das Wort wählen Sie für den Kunden, der das Suchergebnis und die Produktseite liest, und nicht, damit Google die Suchanfrage überhaupt versteht.
Was Google Ihnen nicht abnimmt. Google kann Titel und Snippet eines Ergebnisses aus einer fremden Sprache übersetzen, aber nur in 21 Sprachen, und hostet keine übersetzten Seiten. Auf der Liste stehen etwa Türkisch, Deutsch oder Spanisch, aber weder Italienisch noch Polnisch, Tschechisch oder Ukrainisch.
Wann eine Übersetzung allein genügt
Die Regel in einem Satz: Eine Übersetzung genügt, wenn der Zielmarkt dieselben Größen, Einheiten, Standards und Namen verwendet wie der Ausgangsmarkt. Unterscheidet sich auch nur eines davon, genügt sie nicht.
Sie genügt zum Beispiel bei deutschen Matratzen mit 200 cm Länge. Achten Sie aber auf scheinbare Standards, denn selbst internationale Wörter ändern sich: Aus „diesel“ wird in der spanischen Basis „diésel“, und statt „leasing“ schreibt die spanische Basis „renting“.
Sie genügt nicht bei einem anderen Größensystem und nicht bei einer Sprache, die in mehreren Ländern gesprochen wird (britisches und amerikanisches Englisch, Spanien und Mexiko). Sie genügt auch nicht bei Aussagen über Herkunft und Ort und nicht bei Fehlern der Quelle.
Vorsicht bei Zahlungsarten. Nur in drei Sprachen ersetzte das Modell das wörtliche „na raty“ (poln., auf Raten) durch eine lokale Wendung, zum Beispiel „buy mattress on finance“ und „matelas paiement en plusieurs fois“. In den übrigen Sprachen übersetzte es wörtlich. Welche Wendung auf einem bestimmten Markt funktioniert, prüfen Sie bei lokalen Händlern.
Was ConverterSEO übernimmt und was bei Ihnen bleibt
ConverterSEO, aus dem die Daten dieses Tests stammen, kümmert sich um die Ebene der Bilder, nicht um die ganze Produktseite.
- Was es tut. In Ihrem Konto bauen Sie die Suchbegriff-Basis Ihres Unternehmens auf und übertragen sie auf weitere Märkte, mit demselben Mechanismus, der die Suchbegriffe aus dem Test erzeugt hat. Die Basis jedes Marktes können Sie vor der Verwendung durchsehen und korrigieren. Auf ihrer Grundlage schreibt das Plugin in WordPress für ein Bild Titel, Alt-Text, Beschreibung und Dateinamen für einen von 29 Märkten in 24 Sprachen. Für jeden weiteren Markt speichert es das Bild als Kopie der Datei, ohne erneute Komprimierung, mit eigenem Titel, Alt-Text, eigener Beschreibung und eigenem Dateinamen. Den Namen einer Datei, deren Adresse schon im Inhalt einer veröffentlichten Seite steht, ändert es nicht.
- Was kostenlos ist. Die Komprimierung zu WebP und die Prüfung der Mediathek, unbegrenzt und in allen Tarifen. Beides läuft auf dem Server Ihrer Website. Die Komprimierung starten Sie selbst, für ein Bild oder für viele auf einmal in der Ansicht der Mediathek-Prüfung. Eine Datei wird nur einmal umgewandelt, nie während ein Kunde Ihre Seite besucht. Mehr dazu im Artikel Wie groß sollten Bilder auf Webseiten sein?
- Wie der bezahlte Teil abgerechnet wird. Eine Beschreibung ist ein Bild in einer Sprache, ein Bild auf vier Märkten sind also vier Beschreibungen. Aufbau und Übertragung der Suchbegriff-Basis verbrauchen kein Kontingent an Beschreibungen. Begrenzt ist nur, wie oft Sie das pro Tag tun können: 4-mal im Tarif Free und 25-mal in den bezahlten Tarifen. Der Tarif Free enthält einmalig 5 Beschreibungen und eine zusätzliche Sprache zum Ausprobieren. Die Preise in Ihrer Währung finden Sie auf der Seite Preise.
- Was es nicht tut. Es schreibt weder die Produktbeschreibung noch den Titel der Produktseite, wählt keine Größen aus, formatiert keine Preise und setzt keine hreflang-Tags.
- Was bei Ihnen bleibt. Die Durchsicht der Suchbegriff-Basis (Jahr, Städte, „made in“, Skalen) und der Bildbeschreibungen vor der Veröffentlichung. Die oben gezeigten Fehler hat unser Generator gemacht, und auch die Beschreibungen für unseren eigenen Artikel mussten korrigiert werden.
Checkliste: Ihre Produktseite vor dem Start auf einem neuen Markt
- Größen. Vergleichen Sie Ihre Maße mit zwei großen Händlern auf dem Zielmarkt und entscheiden Sie: eine lokale Größe ins Sortiment oder eine ehrliche Beschreibung Ihrer eigenen.
- Größennamen. Wo der Markt sie verwendet (Double, King, Queen), nennen Sie den Namen zusammen mit dem Maß und prüfen, ob beide zusammenpassen.
- Wörter. Nehmen Sie das Wort, das die Marktführer in ihren Seitentiteln verwenden („hire“ oder „rental“, „coches“ oder „autos“), nicht das aus dem Wörterbuch.
- Suchbegriffe. Wählen Sie für jede Sprachversion Suchbegriffe aus den Suchvorschlägen einer Suchmaschine, die auf die Sprache des Marktes eingestellt ist, statt die Suchbegriffe der Quelle zu übersetzen. Fehlen auf einem kleinen Markt Vorschläge, heißt das nicht, dass der Suchbegriff falsch ist.
- Aussagen. Entfernen Sie aus der Suchbegriff-Basis und aus den Beschreibungen Jahr, Stadt, Flughafen, „made in“ und Skalen, die Sie auf diesem Markt nicht belegen können.
- Preise und Datumsangaben. Lokale Währung, Zahlen und Datumsangaben aus den Sprach- und Regionseinstellungen, nicht von Hand eingetippt. Prüfen Sie die Liefertermine.
- Alt-Text und Bildbeschreibung. Getrennt für jeden Markt, aus den Suchbegriffen dieses Marktes, über das, was auf dem Foto zu sehen ist. Ohne Keyword-Stuffing, ohne Personendaten, die auf dem Foto sichtbar sind, und ohne Versprechen, die das Produkt nicht hält.
- Dateiname. In der Sprache des Marktes, wenn es eine eigene Datei gibt: Kleinbuchstaben, Transliteration, Bindestriche. Kopieren Sie kein identisches Bild nur wegen des Namens.
- Bilder ohne Text, Preise und Flaggen. Ein solches Bild braucht keine Version für jede Sprache. Hintergrund, Maße und Format prüfen Sie in den Regeln des jeweiligen Marktplatzes.
- Technik. Eigene URL für jede Sprache, hreflang mit Verweisen in beide Richtungen, ISO-Codes (GB, nicht UK; kein es-419), keine Weiterleitungen nach IP.
- Kontrolle durch einen Menschen. Lesen Sie alles, was eine KI oder ein maschineller Übersetzer geschrieben hat, bevor Sie es veröffentlichen. Kaufland Global Marketplace verbietet automatische Übersetzungen in Produktbeschreibungen ausdrücklich.
- Bildformat. Bevor Sie Produkte auf einem Marktplatz im Zielmarkt einstellen, prüfen Sie, wo Sie WebP hochladen können und wo nicht.